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Aktuelles - Juni 2010

Mediation und Konfliktmanagement: Drei Abschlussarbeiten ausgezeichnet

Centrale für Mediation vergibt drei Preise für FernUni-Studierende

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Der Förderpreis der Centrale für Mediation, mit dem besonders innovative Master- und Magisterarbeiten zum Themenbereich Mediation und Konfliktmanagement ausgezeichnet werden, wurde dieses Jahr gleich dreimal vergeben. Bei allen drei handelte es sich um Abschlussarbeiten, die am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Juristische Rhetorik und Rechtsphilosophie (Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen) der FernUniversität in Hagen eingereicht wurden.

Die Centrale für Mediation lobt seit 2009 einen Förderpreis aus, mit dem besonders innovative Master- und Magisterarbeiten zum Themenbereich Mediation und Konfliktmanagement ausgezeichnet werden. Der jährlich verliehene Förderpreis wird mit 1.000 € dotiert und – wie die 2000 ins Leben gerufenen Mediations-Preise – von der Stiftung Apfelbaum finanziert. Initiator und Förderer der Preise ist die „Stiftung Apfelbaum – Lernprojekt für Ko-Evolution und Integration“, die der langjährige geschäftsführende Gesellschafter des Verlages Dr. Otto Schmidt, Dr. Hans-Martin Schmidt, vor rund 20 Jahren gegründet hat.

Sebastian Himstedt wurde für seine Arbeit "Die Mediationsausbildung in Deutschland und Australien – Quantität durch Qualität? – Ein Ländervergleich" ausgezeichnet. Die Arbeit nimmt ihren Ausgangspunkt bei der in Deutschland intensiv geführten Debatte um die Regulierung der Mediation durch ein Berufsrecht für Mediatioren. In diesem Rahmen stellt Himstedt die Entwicklung in Australien dar, wo sich im Wege der Selbstregulierung ein "National Mediator Accreditation System" entwickelt hat, bei dem entsprechende Stellen (National Mediator Accreditation Bodies) die Mediatoren zertifizieren.

Christiane Händel wurde für ihre Arbeit über "Implementierung von Mediation für gesellschaftsübergreifende und -interne Konflikte im Organkreis eines Konzerns" ausgezeichnet. Händel sieht die Mediation als einen wichtigen Baustein im Konfliktmanagementsystem eines Konzerns und beschreibt eingehend die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung der Mediation in komplexen Unternehmensstrukturen. Sie erörtert insbesondere die Kostenzurechnung für Mediationsdienstleistungen innerhalb eines Konzerns sowie die Wahl zwischen externen und internen Mediatoren.

Zef Ahmeti wurde für seine Diplomarbeit mit dem Titel "Die albanische Vermittlung zwischen Tradition und Gegenwart" ausgezeichnet. Die Arbeit baut auf den Erfahrungen auf, die der Verfasser als Albaner in der Schweiz gesammelt hat. Eingehend schildert die Arbeit die Tradition des albanesischen Gewohnheitsrechts – des Kanun – das bei Konflikten seit jeher auf die Vermittlung durch lokal anerkannte Honoratioren setzt, anstatt den Rechtsstreit vor einem staatlichen Gericht zu suchen. Diese Tradition trifft heute auf die moderne Mediation, bei der die Konfliktlösung professionellen Mediatoren anvertraut wird. Die dadurch entstehenden Spannungslagen werden von Ahmeti im Rahmen des Konzepts der interkulturellen Mediation diskutiert.


proe | 16.06.2010
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