Pilgern ist Mode geworden. Nicht zuletzt dank Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg“. Die Zahl der Menschen, die auf eine Pilgerschaft gehen, hat sich in den letzten Jahren verdreißigfacht. Reisebüros bieten Spiritualreisen an, Städte und Regionen bauen Pilgerrouten aus und preisen sich als Pilgerzentren. Pilgerwege werden restauriert oder neu eingerichtet.
Die Arbeitstagung „Soziologie des Pilgerns“ des Arbeitskreises Religionssoziologie an der FernUniversität in Hagen bietet erstmalig ein Forum zur Diskussion und Präsentation von einschlägigen Forschungsarbeiten, die sich mit dem Thema Pilgern beschäftigen. Die Veranstaltung findet am Samstag, 28. Januar, von 10 bis 18 Uhr auf dem Campus der FernUniversität, Universitätsstr. 11, im ehemaligen TGZ-Gebäude, Raum F09, statt. Sie richtet sich an alle Interessierten aus den Bereichen Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften und Theologie sowie an erfahrene Pilgerinnen und Pilger und solche, die es werden wollen. Eingerahmt wird die Tagung von Exponaten und Fotografien zum Thema Pilgern.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten unter patrick.heiser@fernuni-hagen.de.
Tagungsprogramm
10.00 – 10.15 Begrüßung
10.15 – 11.15 Eröffnungsvortrag
Sylvia Hladky, München: „Wallfahrt ins Museum – Erfahrungen mit der Ausstellung ‚Unterwegs fürs Seelenheil?!’“
Pilgern in der Moderne
11.15 – 12.15 Norbert Puschmann, Hagen: „Pilgern als Metapher moderner Religiosität“
12.15 – 13.15 Mittagspause
13.15 – 14.15 Michaela Heid & Bernt Schnettler, Bayreuth: „Reisen mit spirituellen Sinnangeboten – Explorationen im Feld moderner Pilgerformen“
Fokus Jakobsweg
14.15 – 15.15 Julia Reuter, Trier: „Pilgern als religiöse Pflicht oder spirituelle Selbstfindung? Befunde zum zeitgenössischen Pilgerwesen auf dem Jakobsweg“
15.15 – 15.45 Kaffeepause
15.45 – 16.45 Christian Kurrat, Hagen: „Biographische (Be)Deutung und Rituale des Pilgerns“
16.45 – 17.45 Detlef Lienau, Berlin: „‚Mein Körper vibriert vor Dankbarkeit’ – Leibliche Erfahrung beim Pilgern. Eine religionshermeneutische Interview-Studie“
17.45 – 18.00 Abschlusskommentar
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de