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Aktuelles - Januar 2012

„Rechtschaffene Frauenrechtlerinnen“ im Lüdenscheider Gespräch

Elisabeth Selbert, Herta Gotthelf und die Differenzen in der Frauenpolitik nach 1945

Frauenpolitik nach 1945 – das bedeutet: Nachkriegszeit, Verfassungsdiskussion, Gleichberechtigungsgrundsatz. Das bedeutet ebenso Trümmerfrauen, Frauenrechtlerinnen und Kämpferinnen wie Elisabeth Selbert. Denn frauenpolitische Erzählungen und Gründungsmythen bestimmen den frauenverklärten Blick zurück.

Diese Erzählungen werden im Vortrag aufgelöst und ihre historischen Voraussetzungen analysiert. Bisher fast unbekannte Protagonistinnen wie die jüdische Remigrantin Herta Gotthelf treten so neben altbekannte Heldinnen der Gleichberechtigungskämpfe wie die Juristin Elisabeth Selbert. Differenzen und Abgrenzungsstrategien unter vermeintlich Gleichgesinnten werden ebenso sichtbar wie die politischen Inszenierungen und Strategien, derer sie sich bedienten, um neues Recht zu schaffen.

Der Eintritt zu dem Vortrag von Dr. Karin Gille-Linne am Mittwoch, 18. Januar, ab 18 Uhr im Institut für Geschichte und Biographie, Haus der FernUniversität, Liebigstr. 11 (Erdgeschoss), 58511 Lüdenscheid, ist frei.

proe | 16.01.2012
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