„Mit einer solchen Resonanz hatten wir nicht gerechnet“, freut sich Christian Kurrat, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der FernUniversität in Hagen. Gemeinsam mit Dr. Rainer Schützeichel und Patrick Heiser, beide ebenfalls am Institut in dem von ihnen gemeinsam gegründeten Arbeitskreis Religionssoziologie tätig, hatte er am 28. Januar die Arbeitstagung „Soziologie des Pilgerns“ organisiert. „Wir sind ursprünglich von 20 bis 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgegangen. Dass es am Ende über 80 waren, hat uns wirklich positiv überrascht.“
„Pilgern trifft den Zeitgeist“, versucht Kurrat den großen Erfolg der Tagung auf dem Campus der FernUniversität zu begründen. „Die Menschen in der heutigen Gesellschaft scheinen auf der Suche zu sein.“ Neben Soziologinnen und Soziologen sowie Theologinnen und Theologen wollten sich auch erfahrene Pilgerinnen und Pilger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Jakobusgesellschaften und der deutschen Bischofskonferenz die erste sozialwissenschaftliche Veranstaltung zum Thema Pilgern an einer deutschen Universität nicht entgehen lassen.
Die Organisatoren Christian Kurrat (rechts), Dr. Rainer Schützeichel (3.v.r.) und Patrick Heiser (Mitte) mit den Referentinnen und Referenten: Detlef Lienau (Universität Bern), Prof. Dr. Julia Reuter (Universität Trier), Dr. Norbert Puschmann, Prof. Dr. Bernt Schnettler (Universität Bayreuth), Sylvia Hladki (Deutsches Museum) und Michaela Heid (Universität Bayreuth) (v.l.n.r.).
Folgeveranstaltung geplant
Neben theoretischen Vorträgen über das Pilgern in der Moderne und Vorträgen über empirische Befunde zum Pilgern auf dem Jakobsweg gab es eine Ausstellung mit Exponaten und Fotografien. Bei den Vorträgen haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Einblicke in ihre aktuellen, noch nicht abgeschlossenen Arbeiten gegeben. „Die anschließenden Diskussionen waren sehr bereichernd. Die Teilnehmenden aus den unterschiedlichsten Bereichen konnten etwas dazu beitragen“, erklärt Kurrat. Und genau das war auch eines der Ziele der Tagung. „Wir wollten Wissenschaft öffentlich machen.“
Nach dem großen Erfolg soll es in ein bis zwei Jahren eine Folgeveranstaltung geben. „Hier möchten wir dann abschließende Ergebnisse präsentieren.“ Dazu sollen dann auch die Resultate der Doktorarbeit von Christian Kurrat gehören, die er derzeit am Institut für Soziologie über das Pilgern auf dem Jakobsweg schreibt.
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