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Hochschulrat der FernUniversität bestätigt

Zehnköpfiges Aufsichtsgremium nimmt bald seine Arbeit auf

Die FernUniversität in Hagen bekommt jetzt – wie es im neuen Hochschulgesetz für alle Hochschulen in Nordrhein-Westfalen gefordert ist – einen Hochschulrat. Die vom Senat der Universität und von Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart bestätigten Mitglieder dieses neuen Leitungsgremiums der Universität werden voraussichtlich am 3. Juni 2008 vom nordrhein-westfälischen Innovationsminister ernannt werden. Die Grundordnung der FernUniversität sieht zehn Hochschulrats-Mitglieder vor, fünf von ihnen sind Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und fünf weitere sind Mitglieder der FernUniversität.

Neben Rektorat und Senat wurde durch das am 1. Januar 2007 in Kraft getretene Hochschulgesetz eine weitere Leitungsebene eingeführt. Der Hochschulrat wirkt ähnlich einem Aufsichtsrat in der Wirtschaft. Er übt die Aufsicht über die Geschäftsführung des Rektorates aus, wählt deren Mitglieder, muss dem Hochschulentwicklungsplan, dem Wirtschaftsplan und den Zielvereinbarungen mit dem Ministerium zustimmen und nimmt den Rechenschaftsbericht des Rektorates entgegen. Er hat somit insbesondere auch Aufgaben, aus denen sich das Ministerium durch die neue Gesetzeslage zurückgezogen hat.

Bereits im März 2007 hatte der Senat die Grundordnung an die neue Rechtslage angepasst und festgelegt, dass der Hochschulrat der FernUniversität künftig aus zehn Mitgliedern bestehen soll, darunter fünf Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und fünf Mitglieder der Universität.

Eine vom Senat und dem Innovationsministerium paritätisch besetzte Findungskommission hatte eine Vorschlagsliste für die Mitglieder des Hochschulrates erarbeitet, die im Senat bestätigt wurde.

Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer begrüßte die Entscheidung des Senates. Der Hochschulrat spiegele zahlreiche Facetten des gesellschaftlichen Lebens wider und könne die FernUniversität in ihrer besonderen Rolle und herausragenden Stellung innerhalb der deutschen Hochschullandschaft stärken.

Die externen Mitglieder des Hochschulrates sind:

Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe und ehemaliger Student der FernUniversität. Er verfügt neben seinen Kenntnissen fernuniversitärer Besonderheiten über Erfahrungen aus dem politischen wie wirtschaftlichen Umfeld.

Dr. Dr. h.c. Jörn Kreke, Aufsichtsratsvorsitzender der Douglas-Holding AG, langjähriger Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V. und Ehrendoktor der FernUniversität. Er verbindet hervorragende Kenntnisse über die FernUniversität mit einem Blick von außen.

Dr. Manfred Krüper, ehemaliger Personalvorstand und Arbeitsdirektor der E.ON AG. Er kann Erfahrungen aus unterschiedlichsten Organisationstypen in verantwortlicher Position auf die Belange der FernUniversität transferieren.

Diana Laurillard PhD, Professorin für „Learning with Digital Technologies“ am London Knowledge Lab der University of London. Sie bringt exzellente Kenntnisse des internationalen Fernstudiensystems sowie der Open University ein.

Dr. Manfred Scholle, Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG. Er ist engagiert im Bildungsbereich und verbindet Erfahrungen in verantwortlicher Position aus Wirtschaft und Verwaltung.

Die internen Mitglieder des Hochschulrates sind:

Dr. Arthur Benz, Professor für Politikwissenschaft I „Staat und Regieren“, verfügt über vielfältige hochschulpolitische Erfahrungen u.a. als Dekan.

Dr. Jürgen Ewert, Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftlehre, insbesondere Bank- und Finanzwirtschaft, besitzt mannigfaltige hochschulpolitische Erfahrungen aus den Gremien der Universität.

Dr. Hermann Gehring, Professor für Wirtschaftsinformatik, hat als Dekan und in den Gremien der Universität reichhaltige hochschulpolitische Erfahrungen gesammelt.

Dr. Bernd Krämer, Professor für Datenverarbeitungstechnik, weist vielgestaltige hochschulpolitische Erfahrungen in den Gremien der Universität auf.

Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen, Professorin für Öffentliches Recht, juristische Rhetorik und Rechtsphilosophie, besitzt umfangreiche hochschulpolitische Erfahrungen in den Gremien der Universität, als Prodekanin und als Prorektorin.

Susanne Bossemeyer | 28.05.2008
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