Die FernUniversität in Hagen als Partnerin von Wirtschaft und Politik: So stellte sich die größte deutsche Universität in einer Abendveranstaltung Interessierten aus Wirtschaft und Politik, aber auch Absolventinnen und Absolventen in Düsseldorf vor. Sie bietet Berufstätigen die passenden Voraussetzungen, um mit einem berufsbegleitenden Studium ihr Know-how auf einen neuen Stand zu bringen. Das bestätigten in ihren Redebeiträgen auch NRW-Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Horst-Werner Maier-Hunke, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen e.V., und Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, Mitglied im Hochschulrat und ehemaliger Student der FernUniversität sowie Hochschulratsvorsitzender Dr. Dr. h.c. Jörn Kreke.
Hinweis: Die Veranstaltung fand vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen statt, der Artikel gibt den Stand vor der Wahl wieder.
Prof. Helmut Hoyer: Die Gesellschaft stellt vier zentrale Forderungen an die Hochschulen.
In seiner Begrüßungsrede formulierte Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer vier zentrale Forderungen, die „unsere Gesellschaft an ihre Hochschulen stellt“ und zeigt auf, wie die FernUniversität sie bereits erfüllt:
· Durchlässigkeit
Die erste Forderung ist: „Hochschulen müssen sich mehr öffnen und unser Bildungssystem durchlässiger machen.“ Dafür hat die FernUniversität ihre „Akademiestudien“ entwickelt, die auch für Qualifizierte ohne formale Hochschul-Zugangsberechtigung das Tor zum Universitätsstudium in Hagen öffnen.
· Flexibilität
„Hochschulen müssen flexibel agieren und lebenslanges Lernen auch in der Praxis ermöglichen“ ist die zweite Forderung. Die FernUniversität ermöglicht auch und gerade denen ein Studium, die keine Präsenzuniversität besuchen können: mit einem ausgeklügelten, erprobten Lehr- und Lernsystem, das sich bis hin zu den Einschreibmöglichkeiten den individuellen Lebenssituationen anpasst..
· Praxisnähe
„Die Hochschulen müssen sich noch stärker an dem orientieren, was die Gesellschaft braucht.“ Praxisnah muss die FernUniversität schon deshalb sein, weil 80 Prozent ihrer Studierenden akademisches Know-how und berufliche Realität schon während ihres Studiums verbinden. Daher sind ihre Absolventinnen und -Absolventen in der Wirtschaft auch gefragt.
· Effektivität
„Hochschulen müssen ihre Effektive noch mehr steigern.“ Die FernUniversität vereinbart Quantität und Qualität: Durch den Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien blieb auch bei hohen Studierendenzahlen der Ressourceneinsatz vertretbar. Sie steht bei den Kosten deutlich besser da als jede deutsche Präsenzuniversität.
Durchlässigkeit, Flexibilität, Praxisnähe und Effektivität bündelt die FernUniversität zu einem wegweisenden und zukunftsträchtigen Charakter, der sich besonders im zentralen Forschungsschwerpunkt „eKnowledge“ widerspiegelt. In den nachfolgenden Beiträgen spielten diese vom Rektor zitierten Forderungen immer wieder eine Rolle. Die Redner sprachen jedoch auch die „Finanzierung der FernUniversität“ an: sie sahen nicht ein, dass – neben weiteren Finanzierungsquellen – das Land NRW den weitaus größten Beitrag leistet, obwohl fast 70 Prozent der FernUni-Studierenden aus anderen Bundesländern kommen. Auch der Bund müsse sich stärker engagieren, waren sie sich einig.
Dieses Thema hatte zwei Tage zuvor im Fokus einer Pressekonferenz am gleichen Ort gestanden. Es ist Ausfluss einer Problemstellung, über die sich manches Wirtschaftsunternehmen freuen würde: Die Zahl der FernUni-„Kunden“, also ihrer Studierenden, ist innerhalb weniger Jahre auf 67.500 gestiegen, davon sind 51.000 in den betreuungsintensiven Universitätsstudiengängen eingeschrieben. Nicht im notwendigen Maß mitgewachsen sind ihre Möglichkeiten zur Ausweitung ihrer Ressourcen, um den hohen Standard ihrer Betreuung gewährleisten zu können.
Bodo Hombach: Medien der Zukunft und Bildung
Bodo Hombach: Medien der Zukunft und Bildung
Bodo Hombach engagiert sich im Hochschulrat, weil er „von der bildungspolitischen Aufgabenstellung und Leistungsfähigkeit der FernUniversität fest überzeugt“ ist. Als „Medienmensch“ weiß der WAZ-Manager, dass die Kernkompetenz der FernUni die „Contentproduktion“ ist: Neue Technologien wie z.B. das „iPad“ entwickeln sich rasant und bieten Möglichkeiten der Informations- und Wissensaufnahme, „die uns staunen lassen“. Die FernUniversität habe große Chancen und einen großen Vorsprung, weil sie über die Medien zur Verbreitung der Inhalte verfüge, das Wissen und die Fähigkeit, es zu strukturieren, zu präsentieren, zu aktualisieren und zu ergänzen. Sie ist flexibel genug, „schon ihre Zukunft zu improvisieren, wo andere die Gebrauchsanweisung für die Gegenwart noch nicht zu Ende gelesen haben.“
Horst-Werner Maier-Hunke: Die Sicht der Wirtschaft
Horst-Werner Maier-Hunke: Die Sicht der Wirtschaft
Horst-Werner Maier-Hunke unterstrich, die Wirtschaft erwarte, dass berufsbegleitende Studiengänge weiter ausgebaut werden. Im universitären Bereich nannte Maier-Hunke die Studiengänge der FernUniversität „beispielhaft“. Die Wirtschaft müsse die zeitgemäßen Angebote aus Hagen aber auch nutzen: „Wir können in den Unternehmen nur davon profitieren, wenn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine anspruchsvolle berufsbegleitende akademische Ausbildung erhalten.“ Zumindest müssten die Arbeitgeber ihre Beschäftigten darüber informieren, welche Chancen bestehen. Das bezog er nicht zuletzt auf die Studienmöglichkeit Qualifizierter ohne Hochschulzugangsberechtigung.
Prof. Andreas Pinkwart: Gute Aussichten für die FernUni
Prof. Andreas Pinkwart: Gute Aussichten für die FernUni
Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen, stellte fest: „Distant Learning, wie die FernUni Hagen es ja durchaus als Vorreiterin anbietet, eröffnet allen Altersgruppen enorme Chancen." Es ermöglicht eine vielfältige „soziale Mobilität", stellt „uns natürlich auch vor enorme Herausforderungen konzeptioneller Art." Hier sei so viel im Wandel, dass sich nur der durchsetze, der in der Forschung zum Thema wie auch beim Transfer Spitze ist.
Nordrhein-Westfalen brauche „ein hochschulübergreifendes Kompetenzzentrum für die Erforschung und Entwicklung des eLearning." Das innovative Konzept dafür hat die FernUniversität 2009 beim Ministerium eingereicht: eKNIC – „eKnowledge Network and Innovation Center." Zentral sind das Lernen und die Wissenskonstruktion in soziokulturellen Netzwerken.
Dr. Jörn Kreke: Ministerium ist am Zuge
Dr. Jörn Kreke: Ministerium ist am Zuge
Die Schärfung des Forschungsprofils durch das „dringend erforderliche und von breitem Konsens getragene Leuchtturmprojekt“ eKNIC hat sich auch der Hochschulrat der FernUniversität auf die Fahnen geschrieben. Dessen Vorsitzender Dr. Jörn Kreke wies darauf hin, dass dieses mit „hochkompetenten Wissenschaftlern und internationaler Ausstrahlung“ erforschen solle, wie Informations- und Kommunikationstechnologien von Wissenschaft und Wirtschaft eingesetzt werden können, um Wissen zu vernetzen, zu transferieren und optimal zu nutzen. Internationale Experten bescheinigen dem Konzept der FernUniversität „großes Potential“. Jörn Kreke: „Jetzt sind Sie, Herr Minister, und Ihr Ministerium wieder am Zuge.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de