Als Erste wurde die Organisationsleiterin für den Girls' Day an der FernUni, Gleichstellungsbeauftragte Melanie Graf (li.), vom Schülerinnen-Filmteam interviewt
Beherzt und ehrgeizig: So griffen 64 Mädchen beim Girls‘ Day an der FernUniversität in Hagen zu Lötkolben und Feilen, schraubten Computer zusammen, programmierten ein kleines Spiel oder verfolgten den Weg eines Buches vom Regal in der Uni-Bibliothek zurück zur Bestellung. Oder sie drehten über das ganze Geschehen einen eigenen Videofilm. Natürlich gab es für einen Teil an diesem 26. April auch eine Vorlesung. Das Ziel der FernUniversität, so Personaldezernent Wolfram Krunke bei der Begrüßung, war es schließlich, ihnen Berufe und Studiengänge vorzustellen, die sie vielleicht nicht in Betracht ziehen würden: „Ihr sollt Eure Berufsmöglichkeiten und Chancen besser ausschöpfen können!“ Schließlich muss es ja nicht immer Arzthelferin oder Verkäuferin sein…
Im elektrotechnischen Bereich der Fakultät für Mathematik und Informatik kamen handwerklich interessierte Schülerinnen auf ihre Kosten: 10- bis 14-jährigen konnten hier ein Herz mit blinkenden Leuchtdioden, Schaltung und Batterie unter Anleitung anfertigen. „Ihr Ehrgeiz ist riesengroß, der Umgang mit dem Lötkolben klappt prima!“ lobte Dipl.-Ing. Peter Böhme. Eine schöne Erinnerung konnten auch die Mädchen mit nach Hause nehmen, die sich in der mechanischen Werkstatt unter Anleitung einen Schlüsselanhänger aus verschiedenen Materialen feilten. Und weil in der Elektro- und Informationstechnik heute das Handwerkliche eng mit dem PC verbunden ist, wurde auch eine Internetseite programmiert.
Einen technischen Schwerpunkt hat auch die Universitätsbibliothek. Nicht nur Bücher gibt es hier, sondern auch viel Technik und Computer. Und viel Bibliothek im Internet. Hier erfuhren die Mädchen nicht nur, welchen Weg ein Buch zurücklegen muss, bevor es seinen Platz im Regal hat. Sondern auch, wie eine ganze Bibliothek in den PC „passt“. Die Webseite der Unibibliothek zum Beispiel hält viele interessante Angebote bereit.
Spannend und abwechslungsreich war es auch im Zentrum für Medien und IT (ZMI). Hier konnten vier Mädchen ab 15 Jahren selbst einen Film über den Girls‘ Day an der FernUni drehen. Das Filmteam besuchte dafür verschiedene Girls Day-Aktionen auf dem Campus, drehte Videosequenzen, bearbeitete anschließend das Material und schnitt es zu einem Film zusammen.
Gleich 12 Teilnehmerinnen, aufgeteilt in vier Gruppen, konnten im ZMI ein eigenes kleines Spiel programmieren (Marienkäfer im Labyrinth), Computer für LAN-Partys zusammen bauen und vernetzen, dann bei einem Rennspiel über das Netz gegeneinander fahren und bei einem Quiz rund um IT Punkte sammeln.
Natürlich wurden auch Wissenschaft und Studium präsentiert. Bei Prof. Dr. Winfried Hochstättler ging es darum, „wie man effizient stabile Paarungen bestimmt – über stabile Hochzeiten, Zuweisungsspiele und Arbeitsmärkte“. Das zweite Thema waren „Digitale Bilder - von der Kamera ins Netz“.
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