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FernUni-News - Berichte

Masterarbeiten spiegeln breites Themenspektrum

Auszeichnungen, beispielhafte Vorträge und Neues aus der Umweltforschung

Mehr, viel mehr als ausschließlich eine Ehrung von Absolventinnen und Absolventen war der erste „infernum“-Tag an der FernUniversität in Hagen. Natürlich wurden bei dem Kongress, zum dem rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Hagen gekommen waren, auch die besten Abschlussleistungen gebührend gewürdigt. Jedoch ging es ebenso um Ergebnisse und Perspektiven des Interdisziplinären Fernstudiums Umweltwissenschaften und um den wissenschaftlichen Austausch von Absolventinnen und Absolventen, Lehrenden, Studierenden, Kooperationspartnerinnen und -partnern sowie Interessierten aus Wissenschaft und Weiterbildung. „Infernum“ steht für das Interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaft, das von der FernUniversität in Hagen zusammen mit dem Institut Fraunhofer UMSICHT unter dem Dach der Fraunhofer Technology Academy angeboten wird. Auf Seiten der FernUniversität sind die Fakultäten Kultur- und Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft beteiligt.

Zunächst erfuhren die Teilnehmenden durch Impulsreferate zum Thema „Perspektiven auf den Klimawandel“ Neues aus der Umweltforschung. Später wurden Ergebnisse aus „infernum“-Masterarbeiten vorgestellt, die den Themenbereichen Neue Umwelttechnologien, Nachhaltigkeit in Unternehmen, Gesellschaftliche Trends und politische Strategien, Umwelt und Gesundheit sowie Energie und Klima zugeordnet sind. Nachmittags wurden Preise für die besten „infernum“-Masterarbeiten verliehen und Masterzeugnisse an die Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2007 übergeben. Den Abschluss bildete eine Diskussion.

Das Interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften infernum vermittelt seit sieben Jahren berufsbegleitend Umweltwissen aus mehr als zehn Fachgebieten. Diese Vielfalt spiegelt sich in den bisherigen Masterarbeiten ebenso wider wie in den in Hagen vorgestellten Ergebnissen.

Als beste Master of Environmental Sciences wurden die Agraringenieurin Rita Pape, der Rechtswissenschaftler Dr. Christoph Holtwisch und der Pädagoge und Doktorand Fadri Gottschalk ausgezeichnet. Rita Pape widmete sich in ihrer Masterarbeit dem Themenkomplex „Neue Umwelt-Technologien“. Sie zeigte auf, dass durch den Einsatz geprüfter Abluftreinigungsanlagen eine Umweltentlastung zu erreichen ist, da Gerüche, Schadgase und Stäube überwiegend in den Reinigungsanlagen verbleiben und nur zu geringen Anteilen in die Umwelt gelangen. Auch bei Dr. Christoph Holtwisch flossen Berufs- und Lebenserfahrungen in seine interdisziplinäre Masterarbeit ein. In seiner Arbeit zum Themenkomplex „Energie und Klima“ ging er der Frage nach, ob die von Australien, China, Indien, Südkorea und den USA gebildete Partnerschaft, die im Januar 2006 offiziell gegründet wurde, und der im Oktober 2007 Kanada beigetreten ist, eher als Blockade oder Antrieb für das internationale Klimaregime anzusehen ist. Fadri Gottschalk aus dem Engadin konzentrierte sich auf den Themenbereich »Umwelt und Gesundheit«. Er entwarf eine Risikobewertung der Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen, die von Kohlenstoff-Nanoröhren ausgehen, speziell von solchen in textilen Fasern. U. a. zeigt seine Analyse, dass Nanoröhren in kommerziell vertriebenen Textilien derzeit nicht enthalten sind, sodass es wichtig ist, bereits jetzt Risiken und Chancen zu erforschen.

Gerd Dapprich | 03.12.2007
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