Aus Borken, Aachen, Bonn, Oberhausen und anderen Orten waren Alumni der FernUniversität in Hagen zum zehnten Treffen des Absolventenkreises der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität ins Arcadeon gekommen. Seit seiner Gründung 1997 ist die Mitgliederzahl stetig auf mittlerweile über 560 angewachsen. Marlis Sendfeld, Sprecherin des Absolventenkreises, freute sich über die „intensive Beziehung“ vieler Absolventinnen und Absolventen zur Universität und über das „nationale und internationale Beziehungsnetzwerk“, das im Laufe der Jahre unter den Fernstudierenden aufgebaut worden ist. Mittlerweile werden auch immer mehr Stammtische für Absolventen in einzelnen Städten gegründet – so auch in Hagen.
Klaus Hacker, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V. (GdF), betonte die Bedeutung des Absolventenkreises, indem er ihn als eine „tragende Säule“ der GdF darstellte. Als „erste Amtshandlung als neuer Vorsitzender der Freundesgesellschaft“ informierte er über die Aktivitäten der GdF im vergangenen Jahr.
Sie fördert u.a. die Absolventenfeiern in den Studienzentren, um die Absolventinnen und Absolventen an die FernUniversität zu binden. Im Jahr 2006 hat sie insbesondere das Studienzentrum in Budapest unterstützt, in dem 2007 23 Personen ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben.
Regina Zdebel, Kanzlerin der FernUniversität, gab schließlich einen Rückblick auf die hochschulpolitischen Entwicklungen, die sich durch das Inkrafttreten des Hochschulfreiheitsgesetzes am 1. Januar 2007 ergeben haben. Die im Gesetz geforderte neue Grundordnung liegt bereits vor, der Hochschulrat wird derzeit gebildet. Eine Findungskommission berät über seine zukünftigen Mitglieder.
Mit großem Interesse folgten alle Anwesenden dem Vortrag von Prof. Dr. Volker Arnold „Vom Sollen zum Wollen – Neuere Entwicklungen in der Wirtschaftsethik“, dem sich eine kontroverse Diskussion anschloss. Prof. Arnold leitet das Lehrgebiet Finanzwissenschaft in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Er beschränkte sich auf die ökonomische Sichtweise des Marktes und bezeichnete das „Wollen“ in diesem Zusammenhang als das individuelle Vorteilsstreben der Unternehmer, die lediglich an einer Steigerung ihres Gewinns interessiert seien. Diese würden sie durch das ständige Erhöhen der Preise bei gleichzeitiger Vermeidung von Wettbewerb erreichen. Daher müsse der Staat Wettbewerbsbedingungen schaffen, die das „Sollen“ – die Steigerung des Wohlstands – zum „Wollen“ machen. Die Erzielung von Gewinnen müsse möglich sein, ohne auf Lasten der Verbraucher zu gehen.
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