„Erinnerung und Medialität als Kategorien politischer Kulturgeschichte. Zwischenbilanz und Perspektiven“ hieß die vom Institut für Geschichte und Biographie der FernUniversität in Hagen veranstaltete wissenschaftliche Tagung. Gefördert wurde sie von der Friedrich-Ebert-Stiftung. 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Forschungsdisziplinen aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland kamen am 22. Februar ins Haus der FernUniversität in Lüdenscheid.
Der erste Teil der Tagung beschäftigte sich mit der Gedächtnisforschung und der Anwendung ihrer Erkenntnisse auf die Geschichtswissenschaft. Hierzu stellten Prof. Dr. Aleida Assmann, Kultur- und Literaturwissenschaftlerin an der Universität Konstanz, und Prof. Dr. Harald Welzer, Sozialpsychologe und Leiter der Forschungsgruppe „Erinnerung und Gedächtnis“ am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen, ihre Arbeitsergebnisse vor. Einen weiteren thematischen Schwerpunkt der Tagung bildeten die Möglichkeiten und Grenzen der wissenschaftlichen „Verwendung“ von Zeitzeugen sowie der Nutzung von Dokumentar- und Spielfilmen für die Geschichtswissenschaft. Alle Anwesenden betonten die Notwendigkeit und Ergiebigkeit des interdisziplinären Dialogs.
Die Tagung wurde vom Zentrum für Medien und IT der FernUniversität aufgezeichnet. Als studienbegleitendes Material zum Thema Erinnerungskultur soll diese Aufzeichnung Studierenden im Bachelorstudiengang Kulturwissenschaften zur Verfügung stehen. Die Vorträge werden außerdem in der Fachzeitschrift BIOS veröffentlicht.
An die Tagung schloss sich der im Rahmen der „Lüdenscheider Gespräche“ stattfindende öffentliche Vortrag von Prof. Dr. Bernd Faulenbach aus Bochum an. Vor zahlreich erschienenem Publikum sprach er zum Thema „Flucht und Vertreibung in der individuellen, politischen und kulturellen Erinnerung“.
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