Freunde der FernUniversität - man kennt sich
30 Jahre besteht die Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e. V. in diesem Jahr, die Hochschule hat sich inzwischen vom „Paradiesvogel“ zu einer der größten deutschen Universitäten entwickelt – „Und die Freundesgesellschaft ist ein starker Partner für sie!“ Das stellte der Vorsitzende der Gesellschaft, Klaus Hacker, an den Beginn seiner Begrüßung bei der Mitgliederversammlung am 19. Mai im Arcadeon. Die nachfolgenden Rednerinnen und Redner konnten dies aus ihren Blickwinkeln nahtlos bestätigen.
Wie die FernUniversität in Hagen ist auch ihre Freundesgesellschaft immer stärker geworden, alleine in den letzten zehn Jahren hat sie ihre Mitgliederzahl mehr als verdoppelt.
Absolventinnen und Absolventen wollen Kontakt halten
Von den heute 985 Mitgliedern sind – das unterstrich Geschäftsführer Hans-Peter Rapp-Frick – 566 Absolventinnen und Absolventen: „Das ist besonders erfreulich, weil sie weiter Kontakt zu ihrer FernUniversität halten wollen!“ Der Geschäftsführer berichtete kurz über die Einnahmen, die z. B. für wissenschaftliche Veranstaltungen, Studienzentren und örtliche Förderkreise verwendet wurden, aber auch für die Würdigung hervorragender Prüfungsleistungen. Besonders dankte er allen Mitgliedern, die über ihre Beiträge hinaus Gelder spendeten. Schatzmeister Dr. Kai Wilke betonte: „Die Einnahmen aus Spenden sind immer noch erfreulich hoch.“
Einer besonderen Unterstützung erfreute sich 2007 das Studienzentrum Budapest: Anschaulich berichtete die ungarische Fernstudentin Krisztina Madai über ihre Studienerfahrungen. Ohne die vielfältigen Informationen und Hilfestellungen, die sie im Studienzentrum erhielt, „hätte ich nicht durchgehalten“, unterstrich sie. Durch das für sie fremdsprachige Studium „habe ich meine Grenzen und Fähigkeiten kennengelernt und meine Ziele erreicht“Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Fächerkombination fehlte es ihr an fachlicher Unterstützung und Kommunikation mit anderen Studierenden bei Präsenzveranstaltungen, doch dafür wurde sie im Studienzentrum umfassend persönlich betreut.
Krisztina Madai erhielt 2007 für ihre Magisterarbeit den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, den das FernUni-Rektorat jedes Jahr für besondere akademische Leistungen eines ausländischen Studenten oder einer Studentin vergibt.
Gefördert wird die Arbeit des Studienzentrums Budapest durch gezielt von der Freundesgesellschaft gesammelte Spenden – ein erfolgreiches Modell, das ggf. auch auf andere Förderbereiche übertragen werden könnte, so Hans-Peter Rapp-Frick.
Die ungarische Absolventin Krisztina Madai im Gespräch mit Klaus Hacker, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität
Studienangebot wird weiter ausgebaut
Viel Erfreuliches konnte Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer berichten. Früchte trägt bereits die nachfrageorientierte Umstellung der Studienangebote auf Bologna-gerechte Bachelor- und Master-Abschlüsse: Die Zahl der Studierenden ist im Sommersemester 2008 auf über 50.000 gestiegen. „Die neuen Angebote kompensieren die alten Studienangebote“, betonte Helmut Hoyer in diesem Zusammenhang. Auch die Master-Studien werden gut angenommen, dabei rechnet die FernUniversität mit einem weiteren Anstieg der Immatrikulationen, wenn mehr Studierende ihre Bachelorabschlüsse erreicht haben.
Ebenso erfreulich entwickelt sich die Rückmeldequote: Ist das erste Studienjahr geschafft machen 90 Prozent der Studierenden weiter. Hoyer ist sich daher sicher: „Auch unsere Absolventenquote steigt!“
Wie leistungsfähig die FernUniversität ist zeigt eine weitere Zahl: Durchschnittlich hat jede Professur 20 Absolventinnen und Absolventen im Jahr – der zweieinhalbfache Wert des NRW-Durchschnitts.
Zum kommenden Wintersemester 2008/09 bietet die FernUniversität drei neue Studiengänge an: je einen Bachelorstudiengang Soziologie und Psychologie und einen Master Bildung und Medien: eEducation. Psychologie ist ein hoch gefragtes Fach mit einem flächendeckenden Numerus Clausus an Präsenzhochschulen. Auch die beiden anderen Studiengänge sind erfolgversprechend.
Ein wichtiges Thema der letzten Zeit war die Einrichtung eines Hochschulrates, dessen Mitglieder am 3. Juni von Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart ernannt werden. Rektor Hoyer stellte sie dem Auditorium kurz vor.
Das gewachsene Netz der Studienzentren steht vor einer Weiterentwicklung, die es für die Anforderungen der Zukunft fit macht.
Für Klaus Hacker waren diese Ausführungen der Beweis dafür, dass die FernUniversität auf einem guten Weg in die Zukunft ist: „Es ist bemerkenswert, dass die FernUniversität in diesen Zeiten auch noch die ‚50.000’ geschafft hat. In Zeiten des E-Learning hat sie die besten Karten.“
Den Abschluss der Versammlung bildete ein spannender Vortrag „Informatik + Medizin = Computationel Epidemiology?“ Prof. Dr.-Ing. habil. Herwig Unger und sein Mitarbeiter Hauke Coltzau am Lehrgebiet Kommunikationsnetze nahmen die Zuhörenden mit auf einen Streifzug durch computerunterstützte Untersuchungen zur Ausbreitung von Krankheiten.
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