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FernUni-News - Berichte

Theo Lieven: „Die Marke FernUni ist spitze“

Absolventenkreis schenkt Hochschule Holzskulptur - Vortrag des Vobis-Gründers

„Markenpersönlichkeit und Mitarbeiterverhalten in Kundentelefonaten stehen in engem Zusammenhang“, fand Theo Lieven in seiner Promotion heraus. Ergebnisse der Analyse stellte er beim diesjährigen Absolvententreffen der FernUniversität vor. Selbst Absolvent der FernUniversität, konnte der Gründer der Computerhandelsfirma Vobis die Frage von Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, was an der Marke FernUniversität verbessert werden könnte, ad hoc beantworten. „Nichts“, sprach er seiner ehemaligen Universität ein großes Kompliment aus, über das sich Constanze Schick, Leiterin des Servicecenters, besonders freute. „Die telefonische und persönliche Beratung habe ich an der FernUni immer als besonders gut erlebt“, so Lieven.

Gegründet 1997, zählt der Absolventenkreis der FernUniversität mittlerweile rund 600 Mitglieder aus dem In- und Ausland. Seine Vorsitzende Marlis Sendfeld und Geschäftsführerin Gabriele Lübke begrüßten im Arcadeon neben zahlreichen Absolventinnen und Absolventen FernUni-Rektor Prof. Dr. Ing.- Helmut Hoyer, Professor Dr. Ulrich Wackerbarth, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, und Hans-Peter Rapp-Frick, Geschäftsführer der Freundesgesellschaft zwei weitere Gäste: Karin Michalke, Leiterin der Universitätsbibliothek, und den Hagener Künstler Karl Friedrich Fritzsche.

Als Zeichen der Verbundenheit zu ihrer Universität hatte der Absolventenkreis für die Universitätsbibliothek eine Skulptur des Künstlers gestiftet. Um Transportschäden zu vermeiden, enthüllten Marlis Sendfeld und Gabriele Lübke symbolisch ein Foto der Skulptur. „Wir haben für das Werk bereits einen schönen Platz im Eingangsbereich gefunden“, freute sich Karin Michalke und bedankte sich beim Absolventenkreis, der bereits 2001 ein Bild von Barbara Wolff, ebenfalls eine Hagener Künstlerin, für die Bibliothek gestiftet hatte.

v.l. Marlis Sendfeld, Vorsitzende des Absolventenkreises, Theo Lieven, Vobis-Gründer und Absolvent der FernUni, Gabriele Lübke, Geschäftsführerin des Absolventenkreises und Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Rektor der FernUniversität v.l. Marlis Sendfeld, Vorsitzende des Absolventenkreises, Theo Lieven, Vobis-Gründer und Absolvent der FernUni, Gabriele Lübke, Geschäftsführerin des Absolventenkreises und Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Rektor der FernUniversität

„Eine Verbindungslinie zwischen Holz und Büchern ist klar: Holz ist der Stoff aus dem Bücher sind.“ Die Skulptur stehe aber auch für Verbundenheit, so Helmut Hoyer. „Für Ihre Verbundenheit, liebe Absolventinnen und Absolventen, mit Ihrer Universität.“ Der Rektor unterstrich in seinem Grußwort die besondere Bedeutung des Absolventenkreises für die FernUniversität. „Sie sind unsere Botschafterinnen und Botschafter. Ich freue mich, dass unsere Absolventenzahlen und damit auch die Mitgliederzahl des Absolventenkreises in den letzten Jahren stark gestiegen sind.“ Bei aktuell über 55.000 Studierenden gehört die FernUniversität zu den drei größten Universitäten Deutschland. Für 2008 erwartet sie 1600 neue Alumni.

Die FernUniversität, so Hoyer, sei ständig bestrebt, allen Studierenden, unabhängig von ihrem Wohnort, ein gutes Informations-, Beratungs- und Betreuungssystem nach einheitlichem Standard anzubieten. „Wir werden deshalb bundesweit ein neues zukunftsweisendes dezentrales Netzwerk von Regionalzentren aufbauen.“ Diese Regionalzentren seien erster Ansprechpartner, über sie stelle die FernUniversität einen „service on demand“, ein nachfrageorientiertes flexibles Angebot sowohl in den Ballungsgebieten als auch in den einzelnen Regionen bereit. Schon im März 2009 werde das erste neue Regionalzentrum in Berlin eröffnet. Hoyer wies in diesem Zusammenhang auf den verstärkten Ausbau der netzgestützten Betreuung hin.

Dies sei zu begrüßen, ebenso wichtig sei aber auch weiterhin die persönliche Betreuung der Studierenden durch Mentorinnen und Mentoren in den Studienzentren, waren sich die Mitglieder des Absolventenkreises einig.

Stellvertretend für den verhinderten Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V. Klaus Hacker, sprach Geschäftsführer Hans-Peter Rapp-Frick. Seit 30 Jahren ist die Freundesgesellschaft Förderer der FernUniversität, unterstützt kleine und große Projekte, die aus dem Haushalt der Hochschule nicht finanziert werden können.

In Zukunft soll die Förderstruktur der Freundesgesellschaft noch optimiert werden: ein Drittel des Gesamtvolumens soll für Einzelanträge (z. B. Veranstaltungen in Studienzentren), eines für Stipendien oder die Förderung wissenschaftlicher Kolloquien und ein Drittel für die Aktivitäten der FernUniversität in Mittel- und Osteuropa (insbesondere für die Stiftung Studienzentrum Budapest) verwendet werden.

„Mit rund 600 sind über die Hälfte unserer Mitglieder Absolventinnen und Absolventen der FernUniversität. Ein Zeichen dafür, dass Sie stolz auf Ihre Hochschule sind und mit ihr in Kontakt bleiben wollen“, freute sich Rapp-Frick und gab das Wort an Theo Lieven weiter. Der hat zwar sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der FernUni absolviert, ein „Ehemaliger“ ist er aber nicht mehr. Lieven hat sich nämlich gerade wieder in Hagen eingeschrieben – wie 3500 weitere Studierende für den neuen Bachelorstudiengang Psychologie.

„Nebenbei“ schreibt er gerade seine Doktorarbeit an der Universität St. Gallen. Die Idee zu seinem Promotionsthema kam dem Unternehmer als er sich bei einer Hotline über den Verbleib eines vor Wochen bestellten Laptops erkundigte. „Das haben wir wohl verschlampt, ich seh´ zu, dass wir die Kiste heute noch rausschicken“, lautete der Kommentar des Mitarbeiters. „Ich hab´ das überhaupt nicht als unhöflich empfunden, der lockere Ton passte irgendwie zu dem Unternehmen und der Marke.“

Lieven stellte sich die Frage, ob diese „Flapsigkeit“ auch zu einer Marke wie BMW passen würde. Wohl eher nicht. Aber warum? Kann allein über die Sprache vielleicht eine Bestätigung oder sogar eine Änderung der Markenwahrnehmung erfolgen? Markenpersönlichkeit, so Lieven, definiere sich durch zwei Faktorenpaare: Temperament und Leidenschaft, Vertrauen und Sicherheit. Je höher diese Werte sind, desto höher ist die Markenstärke. Wenn also ein Kunde bei einer Hotline, beispielsweise bei BMW, anruft und mit der Marke Temperament und Vertrauen verbindet, erwartet er eine entsprechende Sprache von seinem Gegenüber am anderen Ende der Leitung. „Dabei ist Freundlichkeit immanent wichtig“, so Lieven. Ein geschulter Mitarbeiter könne die Persönlichkeit einer Marke über das Telefon zum Kunden ´transportieren´.

Manuela Feldkamp | 02.12.2008
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