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„Neuzugang“ in der Universitätsbibliothek

FernUni-Absolventenkreis stiftet Kunstwerk

Eine „Menge Holz“ gibt es in der Bibliothek der FernUniversität sowieso – bekanntlich bestehen Bücher daraus. Jetzt aber ist ein besonderes Stück aus diesem Rohstoff hinzugekommen: eine Skulptur des Hagener Künstlers Karl-Friedrich Fritzsche. Gespendet hat das Kunstwerk der Absolventenkreis der FernUniversität in Hagen. Bei ihrem ihrem letzten Treffen hatten die Mitglieder der Bibliotheksdirektorin Karin Michalke bereits symbolisch ein Foto der Skulptur überreicht. Jetzt hat sie ihren Platz – in Anwesenheit von Karl-Friedrich Fritzsche – im Eingangsbereich der Bibliothek gefunden.

Karin Michalke freut sich über den "Neuzugang" in der Bibliothek, geschaffen von dem Hagener Künstler Karl-Friedrich Fritzsche

„Ich freue mich sehr, dass Sie uns bereits zum zweiten Mal ein so schönes Geschenk gemacht haben“, wandte sich Karin Michalke an Gabriele Lübke, Geschäftsführerin des Absolventenkreises. Im Jahr 2001 hatte der Kreis der Hagener Universitätsbibliothek das Bild „die Schreitende“ der ebenfalls aus Hagen stammenden Künstlerin Barbara Wolf überreicht.

Die Skulptur hingegen hat keinen Namen. „Sie ist Teil meiner ab 1996 geschaffenen und rund zehn Werke umfassenden Siam-Reihe, so Fritzsche. Allen Skulpturen dieser Reihe gemeinsam ist, dass sie an die Verbundenheit siamesischer Zwillinge erinnern. So besteht auch der „Neuzugang“ der Unibibliothek aus zwei zusammenhängenden, trichterförmigen Teilen, herausgearbeitet aus einem massiven Holzblock. Da der Eingangsbereich der Bibliothek ausschließlich aus Glasfronten besteht, ist das Werk sowohl von außen wie auch von innen gut zu sehen.

Wie passend der neue Standort des „siamesischen Zwillings“ ist, brachte Karin Michalke auf den Punkt: „Zweigeteilt, aber doch zusammengehörig ist auch unser Bestand: Bücher gibt es schließlich auch als elektronische Ausgaben“.

Karl-Friedrich Fritzsche, geboren 1951 in Zschopau, lebt und arbeitet in Hagen. Von 1971 bis 1976 studierte er freie Malerei an der Folkwangschule in Essen. Im Anschluss arbeitete er bis 1984 an den Städtischen Bühnen in Hagen und gründete 1998 mit Babara Wolff die Kunstschule „Kunst an der Brück“. Seine vielfältigen Arbeiten – Terrakotta-Plastiken, Zeichnungen und Holzskulpturen – präsentierte er in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen.

Aus massivem Holz entwickelt Fritzsche abstrakte Skulpturen und Reliefs, die organisch, kraftvoll und sinnlich anmuten. Arbeitsspuren und der natürliche Farbton des Holzes prägen die Ästhetik der Oberfläche.

Manuela Feldkamp | 10.03.2009
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