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FernUni-News - Berichte

Das Fernstudium in Deutschland und in den Niederlanden

Delegation der Open Universiteit besuchte die FernUniversität

Informationsaustausch und Vernetzung, die Positionierung der Fernlehre und ihre jeweiligen Rahmenbedingungen, institutionelle Besonderheiten und gemeinsame Interessen – das waren die Schwerpunkte beim Besuch einer Delegation der Open Universiteit Nederland unter Leitung ihres Rektors am 28. und 29. Januar 2010 an der FernUniversität.

Mit mehr als 26 000 Studierenden ist die Open Universiteit Nederland (OUNL) eine zwar vergleichsweise kleine Fernuniversität, jedoch in Relation zu ihrem Einzugsgebiet in den Niederlanden und in Belgien wie auch ihrem Studienangebot in niederländischer Sprache der FernUniversität durchaus vergleichbar. Seit 25 Jahren hat sie sich dem lebenslangen, offenen und flexiblen Lernen (LOF) verschrieben.

Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (2. v. re., daneben Kanzlerin Regina Zdebel) begrüßte zusammen mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern der FernUniversität die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Verwaltungsexpertinnen und -experten der Open Universiteit unter der Leitung von Rektor Prof. Dr. Fred Mulder (li.) im Arcadeon Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (2. v. re., daneben Kanzlerin Regina Zdebel) begrüßte zusammen mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern der FernUniversität die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Verwaltungsexpertinnen und -experten der Open Universiteit unter der Leitung von Rektor Prof. Dr. Fred Mulder (li.) im Arcadeon

Repräsentantinnen und Repräsentanten aus den Fakultäten der FernUniversität stellten erfolgreiche Bachelor-Studiengänge vor (Psychologie, Wirtschaftswissenschaft, Rechtswissenschaft/Bachelor of Laws), ebenso die Bachelor- und Master-Studiengänge in der Informatik. Es zeigte sich, dass die Profile der Studierenden an beiden Universitäten ähnlich sind, nur die Altersstruktur liegt an FernUniversität deutlich niedriger. Vergleichbar sind die besonderen Lern- und Lehrbedingungen im Fernstudium. Setzt die FernUniversität auf ihr bewährtes Konzept des Blended Learning, so sind die Kurse an der Open Universiteit sehr viel stärker auf die virtuelle Betreuung der Studierenden ausgerichtet.

Im Bereich Forschung tauschten sich an der Konzeption des geplanten Hagener Forschungszentrums eKNIC federführend beteiligte Professorinnen und Professoren mit den niederländischen Kolleginnen und Kollegen aus. Prof. Dr. Koper, Direktor des CELSTEC – Center for Learning Sciences and Technologies der OUNL wurde dazu kurzfristig via Audiokonferenz zugeschaltet. Eine Zusammenarbeit beider Forschungszentren war bereits im Vorfeld vereinbart worden.Internationalität und Internationalisierung, aktuelle und künftige gemeinsame Lehrprojekte waren weitere Themen der Zusammenkunft. Die niederländische Delegation präsentierte aktuelle Projekte zur landesweiten Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Sie informierte zudem über ihr Qualitätsmanagement und die frei zugängliche Bereitstellung von Studienmaterialien im Internet. Für die FernUniversität stellten Prof. Dr.-Ing. Bernd Krämer und Juniorprof. Prof. Dr. Michael Klebl „edushare“ vor. Diese Kommunikationsplattform ermöglicht den Austausch von Lehrmaterialien und pädagogischem Wissen. Prof. Dr. Theo Bastiaens erläuterte die Problematik der Open Educational Resources für die FernUniversität und ihr Studienmaterialsystem. Auch in die Themenbereiche Studierendenservice, Logistik und Marketing erhielten die Gäste der FernUniversität tiefer gehende Einblicke.

Beide Universitäten wollen sich weiter und noch intensiver austauschen. Von besonderem Interesse sind dabei Kooperationen zwischen den beiden Forschungszentren, Virtuelle Mobilität, Summer Schools, Qualitätsmanagement sowie die IT-basierte Unterstützung der Studierenden und das Marketing. Rektor Mulder lud die Vertreterinnen und Vertreter der FernUniversität nach Heerlen ein.

Ingrid Thaler | 05.03.2010
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