Rubriken

FernUni-News - Berichte

Auf kurzen Wegen effektiv zusammenarbeiten

Richtfest auf dem Campus: Betreuung sichern, Wachstum ermöglichen

Seit dem Richtfest ist der Gebäudekomplex bereits schon wieder ein Stück gewachsen.

Vor zehn Monaten war das Gelände unterhalb des TGZ-Gebäudes auf dem Campus der FernUniversität noch eine grüne Wiese. Im Juli hing bereits der Richtkranz an einem Kran über dem Komplex an der Universitätsstraße: Das neue Gebäude für die Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften hat rund 3.450 qm Nutzfläche, das benachbarte neue multifunktionale Seminargebäude 460 qm. Durch seine Lage am Hang bleibt das Technologiezentrum als Landmarke trotzdem weithin sichtbar. Das Erscheinungsbild des Neubaus, der sich als weiterer Baustein in das Ensemble der FernUniversität einfügt, bestimmen edle Fassadenmaterialien, Naturstein und schimmernde Metall- und Glasoberflächen.

Gastgeber des Richtfests war der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Bauherr beider Gebäude, aber natürlich war dies auch ein ganz besonderer Tag für die Nutzerin, die FernUniversität in Hagen. Sie ist damit ein großes Stück weiter gekommen, den größten Teil ihrer rund 1.600 Beschäftigten in Hagen auf dem Campus zu konzentrieren. Denn je kürzer die Wege sind, desto schneller, effektiver und unkomplizierter kann auch im Internet-Zeitalter zusammengearbeitet werden,

Das zweite Ziel ist es nach den Worten von FernUni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, „nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen“. Die Hagener Universität – bereits heute größte deutsche Hochschule – wächst weiter. Das gilt ganz besonders für die Kultur- und Sozialwissenschaften. Großen Anteil an den wachsenden Studierendenzahlen in dieser Fakultät hat der Bachelorstudiengang Psychologie. Rektor Hoyer: „Als wir damit im Wintersemester 2008/2009 an den Start gegangen sind, haben wir durchaus damit gerechnet, dass dieses Angebot gut angenommen wird. Unsere Erwartungen wurden aber weit übertroffen.“ Mittlerweile sind in diesem Studiengang rund 11.000 Studierende eingeschrieben – Tendenz steigend. Daher benötigen die Lehrgebiete neue Räume. In den drei Blöcken des neuen Gebäudes, die über einen gläsernen „Skywalk“ verbunden sind, wird die gesamte Fakultät Platz finden.

Durch das Wachstum der FernUniversität steigt nicht zuletzt der Aufwand für die Betreuung der Studierenden. Um die hohe Qualität noch weiter zu verbessern hat die FernUniversität Konzepte zur wohnortnahen Betreuung ihrer Studierenden in Verantwortung der Fakultäten entwickelt. Darin spielen die 13 neuen Regionalzentren eine zentrale Rolle – eines davon befindet sich auf dem Hagener Campus. Ihm sind 9.000 Studierende zugeordnet. Prof. Hoyer: „Der Bedarf an Räumen für Präsenzveranstaltungen hier auf dem Campus hat sich durch das Regionalzentrum Hagen stark erhöht. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir mit dem neuen Seminartrakt rund 500 qm zusätzliche Fläche zur Verfügung haben werden.“

Diese Fläche kann multifunktional genutzt werden. Die untere Etage wird einen Saal mit 250 Plätzen bieten, der auch für große Veranstaltungen bestens geeignet ist. Die obere Etage bietet in drei Räumen jeweils Platz für 50 Personen.

Aktiv an der Realisierung des Großprojektes beteiligt waren das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, insbesondere seine an der planerischen und praktischen Realisierung beteiligten Beschäftigten, die in die Genehmigungsverfahren eingebundene Stadt Hagen sowie die Baufirma Bernhard Heckmann GmbH & Co KG Hamm. Bereits Mitte 2012 will der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Soest die schlüsselfertigen Gebäude der FernUniversität übergeben.

Der KSW-Neubau ersetzt technisch und funktional veraltete Gebäude und wird im Rahmen des Hochschulmodernisierungsprogramms des Landes NRW realisiert. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW investiert in dieses Objekt 12,2 Millionen Euro. Das baulich verbundene multifunktionale Seminargebäude wird von der FernUniversität mit rund zwei Millionen Euro selbst finanziert.

Gerd Dapprich | 26.08.2011
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de