Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studentinnen und Studenten sowie Vertreterinnen und Vertreter der Veranstalter FernUniversität und INTAMT e.V. beim gemeinsamen Foto. FernUni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (erste Reihe, 3. v. re.) ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu begrüßen und der Konferenz viel Erfolg zu wünschen
18 namhafte russische und deutsche Forscherinnen und Forscher befassten sich auf der Fachkonferenz „Life IT: IT meets Environmental and Sustainable Energy Technologies“ am 15. und 16. Mai in Hagen mit den Möglichkeiten von Informations- und Kommunikations-, Umwelt- und Nanotechnologien, Beiträge für den Schutz von Umwelt und Ressourcen zu leisten oder die Veränderungen des Weltklimas zu vermindern, etwa durch die Nutzung erneuerbarer Energien. Ebenfalls um das Zusammentreffen von IT und Energie- und Umwelttechnologien drehte sich eine parallele Konferenz für IT-Studierende aus Europa und der GUS. 20 russische und deutsche Studierende konnten hier eigene Forschungsarbeiten präsentieren, Kontakte zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern knüpfen und mit ihnen über aktuelle Forschungsfragen diskutieren – durch ihr großes Interesse brachten sie durchaus frischen Wind in die Konferenz. Sie stellten hier unter anderem ihre eigenen Forschungsarbeiten und ihre Universitäten vor.. Veranstalter waren die FernUniversität in Hagen und die Internationale Akademie für Management und Technologie (INTAMT e.V.), Düsseldorf.
Studierende bei der konzentrierten Arbeit
Mit der Thematik „Life IT: IT trifft auf Energie- und Umwelttechnologie“ reagierten die größte deutsche Universität und INTAMT auf aktuelle Herausforderungen in Informations- und Kommunikations-, Umwelt- und Nanotechnologie. Der Klimawandel macht eine Überwachung immer größerer Umweltbereiche notwendig, waren sich die nach Hagen gekommenen Forscherinnen und Forscher einig. Informations- und Kommunikationstechnologien machen es z. B. möglich, jeden Punkt der Erde überall zu überwachen. Für dieses „Umweltmonitoring“ müssen Technologien neu entwickelt und weiterentwickelt werden, von Sensoren bis zu Satelliten. Damit werden Daten weltweit gesammelt, vernetzt und zentral ausgewertet.
Um bei der Energieerzeugung Umweltschutzbelange viel besser berücksichtigen zu können als heute werden Technologien eingesetzt werden, von Modellierungen und Simulationen über bessere Steuerungen und Management bis hin zur Reduktion des Energieverbrauchs in Computern selbst. Neue nanotechnologische Entwicklungen ermöglichen Lösungen, die vor kurzem noch „Science Fiction“ waren. Apl. Prof. Dr. Reinhart Job (FernUniversität), einer der Veranstaltungsorganisatoren, sieht große Entwicklungspotenziale in Informatik und IT: „Technik kann uns im Umwelt- und Ressourcenschutz helfen – wir stehen am Anfang grundlegender Änderungen.“
Besonders wichtig war, die Themen Fachgrenzen überschreitend aufzubereiten. So wurden z. B. biologische und psychologische Aspekte beleuchtet, die es dem Einzelnen zumindest erschweren, die tatsächliche Bedeutung von Umweltschutz oder Klimaveränderungen zu erfassen. Die Teilnehmenden beider Veranstaltungen konnten so über den engeren fachlichen Austausch hinaus Anregungen für nachhaltigen Umwelt- und Ressourcenschutz erhalten.
Die Vorträge - hier ein russischer Wissenschaftler - wurden simultan übersetzt
Vielversprechende Resultate
Mittelfristig sollten Kooperationen zwischen deutschen und russischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu IT-Einsatzmöglichkeiten in Energie- und Umwelttechnologien initiiert werden. Der Auftakt für engere deutsch-russische Kooperationen war jedenfalls vielversprechend. Am Ende definierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Schnittstellen ihrer Forschungsgebiete und potentielle Forschungsprojekte. Außerdem will man im nächsten Jahr eine erneute Konferenz zum gleichen Themenkomplex veranstalten. „Dieser Absicht kann ich unsererseits zustimmen“, so Prof. Rutger Verbeek, Dekan der gastgebenden Fakultät für Mathematik und Informatik der FernUniversität. Man könne so an den diesjährigen konstruktiven Dialog anknüpfen, Kontakt und Kooperationen weiter vorantreiben.Doch das soll auch schon in der Zwischenzeit passieren. Die deutschen und russischen Wissenschaftler beabsichtigen, auf Basis der allgemeinen Abschlussvereinbarung der Konferenz konkrete Projekte auszuarbeiten. Dabei können sie auch auf die Unterstützung von Organisationen wie dem Fraunhofer Institut, der Zenit GmbH und der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) hoffen, deren Vertreter ebenfalls an der Konferenz teilnahmen.Die internationale studentische IT-Konferenz wurde von INTAMT bereits zum vierten Mal in Folge veranstaltet, dieses Mal in Kooperation mit der Hagener Fakultät für Mathematik und Informatik. Das Internationale Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) machte die Konferenz durch großzügige Förderung möglich.
Informationen zu den Inhalten ausgewählter Vorträge erhalten Sie bei Diana Püplichhuysen, INTAMT e.V., E-Mail: diana.pueplichhuysen@intamt.de, Tel.:0211-55044535
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de