Erstmals hat die FernUniversität in Hagen eine Professur gemeinsam mit einer renommierten Forschungseinrichtung eingerichtet: Prof. Dr.-Ing. habil. Joachim Warschat wurde jetzt von Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer und dem Dekan der Fakultät für Mathematik und Informatik, Prof. Dr. Werner Kirsch, an der FernUniversität als Leiter des neuen Lehrgebiets Technologie- und Innovationsmanagement begrüßt. Prof. Warschat ist gleichzeitig Institutsdirektor am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart, wo er das gleichnamige Geschäftsfeld leitet.
Prof. Joachim Warschat (Mitte) wurde von Rektor Prof. Helmut Hoyer (li.) und Dekan Prof. Werner Kirsch begrüßt.
An der FernUniversität wird Joachim Warschat lehrend tätig sein, am Fraunhofer-IAO forschend. Sein Dienstsitz bleibt Stuttgart: „Ich werde natürlich regelmäßig nach Hagen kommen“, betont er. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt lehrt Warschat, Jahrgang 1949 an der Universität Stuttgart Projektmanagement, Simultaneous Engineering, Simulationstechnik und neue Methoden des FuE-Management. Er ist wissenschaftlicher Beirat des Europäischen Wirtschaftssenats und des Instituts für Management & Innovation (IMI) der Fernfachhochschule der Schweiz.
„Für die FernUniversität und ihre Studierenden ist seine Arbeit in Stuttgart überhaupt kein Problem, da die Fernstudierenden zu Präsenzveranstaltungen ja sowieso anreisen. Wo die Veranstaltung durchgeführt wird – in Hagen, in Stuttgart oder in einer anderen Stadt – spielt insofern keine Rolle“, erläutert der Dekan Prof. Werner Kirsch. Ihm ist diese „Doppelprofessur“-Konstruktion, auch als „Jülicher Modell“ bekannt, aus anderen Universitäten durchaus geläufig: „Alle Beteiligten sehen sich bei einer solchen Zusammenarbeit als Gewinner – und zwar völlig zu Recht!“
Hierbei arbeitet eine Universität mit einer Forschungseinrichtung zusammen, die selbst kein Promotionsrecht hat. Durch die Professur an der Universität erhält diese Forschungseinrichtung eine gewisse Einflussmöglichkeit darauf, ihren besten wissenschaftlichen Nachwuchs zur Promotion zu führen. Der Vorteil der Universität – also auch der FernUniversität – liegt darin, dass sie einen engen Kontakt zu einer exzellenten außeruniversitären Forschungseinrichtung erhält, aus dem sich z.B. weitere wissenschaftliche Kooperationen ergeben können. Forschungsergebnisse des Partnerinstituts fließen in ihre Lehre ein. Der berufene Wissenschaftler oder die berufene Wissenschaftlerin erhält mit dem Titel Professor bzw. Professorin höchste akademische Weihen. Den Studierenden der FernUniversität werden von Prof. Warschat „frische Themen“ nahegebracht, die sie in ihrem Beruf bestens verwenden können.
In seiner Arbeit am IAO befasst sich Joachim Warschat „mit zwei Seiten einer Medaille“: mit Innovationsmanagement und mit Technologiemanagement. Beim Technologiemanagement geht es um die täglich neu gestellte Frage in Unternehmen und anderen Organisationen, „welche Technologie ist wofür gut?“ Das Innovationsmanagement untersucht dagegen die Innovationsfähigkeit des gesamten Unternehmen.
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