„Ich bin froh über Ihre Anregungen und konstruktiven Vorschläge“, meinte Hans-Dieter Kolossa, Dezernent für Bau/ Technik/ Liegenschaften/ Beihilfen und Beschaffung zum Abschluss der Campus-Begehung. Zusammen mit Studierenden mit Behinderung überprüfte er am 9. Mai die FernUni-Gebäude auf behindertengerechten Zugang und Barrierefreiheit. Angestoßen hatte diesen ersten Informationsaustausch Ulrike Breth, AStA-Beauftragte für Gleichstellung sowie Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung. Beim Rundgang ebenfalls dabei waren Vertreterinnen und Vertreter des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) sowie Dr. Frank Doerfert, Senatsbeauftragter für behinderte und chronisch kranke Studierende.
Die Stufen zur Ellipse im ehemaligen TGZ sind für Studierende mit Behinderungen nur schwer zu bewältigen. Es fehlen ein Handlauf sowie Leitstreifen für Sehbehinderte
Vor allem die Veranstaltungsräume im ehemaligen TGZ, die Universitätsbibliothek sowie der Zugang für Behinderte zur Mensa durch das Philipp-Reis-Gebäude wurden begutachtet. Die Studierenden sprachen ihre Probleme in den jeweiligen Gebäuden offen an und zeigten, wo für sie Hindernisse und Barrieren bestehen. So fehlt im ehemaligen TGZ etwa ein Handlauf an den Treppenstufen, die zur Ellipse führen. Für gehbehinderte Menschen sind sie daher nur mit Mühe zu bewältigen. Sehbehinderte und Blinde können die Stufen mit dem Blindenstock außerdem kaum ertasten, da kein Leitstreifen sie auf das Hindernis aufmerksam macht.
Die Wegweiser zu und die Beschilderungen in den Gebäuden können Menschen mit Behinderungen darüber hinaus kaum erkennen. Gerade für Sehbehinderte sind sie viel zu kontrastarm. Das wird sich demnächst jedoch ändern: „Ein neues Wege- und Beschilderungsleitsystem ist bereits in Planung“, erklärte Hans-Dieter Kolossa. Die fertigen Pläne werden anschließend dem Rektorat zur Entscheidung vorgelegt.
Der Dezernent informierte über die geplanten Um- und Neubauten an der FernUniversität und nahm die Anmerkungen der Studierenden gerne auf. „Die Hochschulleitung ist ebenfalls sehr an Verbesserungen gemäß Ihrer Bedürfnisse interessiert“, unterstrich er. Der Zugang zur Mensa soll beispielsweise durch einen Außenaufzug erheblich vereinfacht werden. „Auch beim geplanten Neubau für die Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften vor dem TGZ werden wir verstärkt auf Barrierefreiheit achten“, sagte Kolossa.
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