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„FlinKe“ Ergebnisse beim Freelancer Day präsentiert

Wichtig ist die berufliche Freiheit – Praktiker bestätigten Auswertungen von Studien

Es war keine Podiumsdiskussion und kein Small Talk, aber es war höchst informativ und gleichzeitig unterhaltsam: Ausgesprochen professionell interviewte Ingrid Josephs zum Auftakt des Freelancer Days am Freitag, 13. Mai, zwei Teilnehmer aus der Praxis. Die beiden Gesprächspartner, ein freiberuflicher IT-Unternehmensberater und ein freier PR-Fachmann, berichteten locker und humorvoll aus ihrem beruflichen Leben und bestätigten dabei bereits zu großen Teilen, was die Verbundpartner des Projektes „FlinK – Freelancer im Spannungsfeld von Flexibilisierung und Stabilisierung“ anschließend im Laufe des Nachmittags an ersten Ergebnissen präsentieren sollten. Beide verkörperten fast symptomatisch die „Typen“ von Freiberuflern, die Ingrid Josephs, Professorin für die Psychologie des Erwachsenenalters an der FernUniversität in Hagen, beschrieben hatte (siehe FernUni-Perspektive Nr. 35, Seite 7). Wichtig ist auf jeden Fall: „Für jeden gibt es eine Nische, aber leichter ist es für diejenigen, die soziale Kompetenz haben“, so Prof. Dr. Josephs.

Konzentriert hörte „Moderatorin“ Prof. Ingrid Josephs zu, als die Freelancer Gunther Fessen (li.) und Thomas Köhler aus ihrer beruflichen Praxis berichteten. Konzentriert hörte „Moderatorin“ Prof. Ingrid Josephs zu, als die Freelancer Gunther Fessen (li.) und Thomas Köhler aus ihrer beruflichen Praxis berichteten.

Deutlich wurde: Beide fanden als Freelancer neue berufliche Perspektiven, die sie als Angestellte niemals erreicht hätten. Sie sind in ihrer Arbeit relativ frei und können es sich sogar leisten, ihre Aufträge auszuwählen – zumindest in einem bestimmten Umfang. Man darf aber auch nicht gleich in Panik verfallen, wenn nicht schon der nächste Auftrag winkt, sondern muss mit einer solchen Situation ruhig und selbstsicher umgehen können. Das wurde z.B. bei den Ausführungen von Günther Fessen deutlich. Der „gelernte“ Journalist berät heute Unternehmen in PR-Fragen. Beide Freelancer waren sich einig, dass das, was die Zukunft bringt, auch eine finanzielle Frage ist, vor allem aber eine der beruflichen Freiheit.

Beteiligt an dem Projekt sind die FernUniversität in Hagen (Forschungsgruppe Prof. Dr. Ingrid Josephs), die Universität der Bundeswehr München (Forschungsgruppe Prof. Dr. Stephan Kaiser) und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Forschungsgruppe Prof. Dr. Stefan Süß).

Das Forschungsverbundprojekt „FlinK“ wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Europäischen Sozialfonds innerhalb des Förderschwerpunktes „Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich ändernden Arbeitswelt“ gefördert und vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Bonn, betreut.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte apl. Prof. Dr. Wieland Jäger, FernUniversität, über das Thema „Zum Wandel von Arbeit, Beruf und Beschäftigung aus soziologischer Perspektive“ referiert.

Weitere Informationen: http://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/presse/perspektive/perspektive35.pdf und http://www.flink-projekt.de

Gerd Dapprich | 09.06.2011
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