„Studierende wollen selbstständig arbeiten und ihre Inhalte selbst zusammenstellen können – dafür müssen sie leichter finden, was sie brauchen“, ist für Prof. Dr. Theo Bastiaens ein Resümee aus dem fünften Forschungskolloquium, das die Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften veranstaltet hat. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage „Wie kann E-Learning die Motivation der Studierenden steigern?“ Ausgerichtet wurde sie vom Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung, organisiert von Theo Bastiaens Lehrgebiet Mediendidaktik.
An der FernUniversität wird E-Learning immer mehr in die Lehre mit einbezogen. Oft steht die Technik dabei im Vordergrund. Größere Bedeutung in der Praxis kommt nach Bastiaens Überzeugung jedoch dem Lernen als einem vielschichtigen Prozess zu, bei dem mehrere bildungswissenschaftliche und psychologische Phänomene zusammenwirken. Einer der wichtigsten Punkte ist die Motivation des Lernenden. Obwohl der Einsatz Neuer Medien heutzutage immer mehr Formen des Lernens erlaubt, die den Studierenden größere Selbstständigkeit ermöglichen, ist die eigene Entscheidung, wann, wo und wie man lernt, nicht einfacher geworden als früher. In dem Forschungskolloquium wurden daher Möglichkeiten zur Steigerung der Motivation und des Lernerfolgs bei Studierenden aus bildungswissenschaftlicher Sicht vorgestellt.
Viele Studierende haben mehr Spaß am Lernen, wenn sie selbstständig arbeiten können. Das gilt insbesondere für diejenigen, die schon durch den Beruf daran gewöhnt sind. Darauf müssen die Lehrmaterialen – auch die lange bewährten Studienbriefe der FernUniversität – schon bei ihrer Konzeption oder bei einer Aktualisierung ausgerichtet werden. „Gerade das Gefühl der Selbstverantwortung und der eigenen Leistung steigert die Motivation. Dem kommt das Lernen mit Neuen Medien sehr entgegen. Module Strukturen ermöglichen zudem den direkten Zugriff auf das, was man gerade braucht. Umso wichtiger ist es, den Lernenden einen „roten Faden“ anzubieten.
„Unterstützung für Lehrende und für Lernende ist also aus didaktischer Sicht unbedingt notwendig, aber wir können dann auch mehr Freiräume bieten“, blickt Bastiaens in die Zukunft, die an der Hagener Medienuniversität schon begonnen hat.
Bastiaens konnte in einem der beiden Workshops des Kolloquiums auch einige Erfahrungen zur Motivationssteigerung durch das Lehrmaterial weitergeben (während sich seine Kollegin Prof. Dr. Claudia de Witt mit der Motivation durch Betreuung – auch online – befasste). Als ein Beispiel nennt Bastiaens hier so genannte Mindmaps: Grafische Übersichten machen leicht verständlich, wie die verschiedenen Inhaltsbereiche eines Studienbriefs ineinandergreifen. Sie fördern so das schnelle Verständnis.
Weitere Informationen: http://ksw-ifbm.fernuni-hagen.de/mediendidaktik/fragebogen/
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