Werner Mielke, Zentrum für Medien und IT der FernUniversität, demonstriert die Arbeit am PEN-fähigen Tableau. Im Hintergrund der Monitor der Videokonferenzanlage mit einer Kamera. In ihm können die Prüfenden sich selbst beobachten. In einer realen Prüfungssituation stellt ein zweiter Monitor den Sicht- und Gesprächskontakt zum Prüfling her.
„Die ersten Prüfungen im neuen Videokonferenzraum haben wir bereits durchgeführt“ meldet Werner Mielke vom Zentrum für Medien und IT (ZMI) der FernUniversität in Hagen. Und das schon vor der offiziellen Eröffnung zusammen mit dem neuen Medienraum und dem neuen Tonstudio. Benutzt wird der neue Videokonferenzraum schon seit einigen Wochen, weil „es uns wichtig war, so schnell wie möglich unsere Lehrenden und unsere weiter entfernt lebenden Studierenden unter optimierten Bedingungen unterstützen zu können“, unterstreicht Mielke.
Auch in anderer Hinsicht wird „Kundenzufriedenheit“ bei audiovisueller Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen ganz groß geschrieben: Die Zugriffszahlen von Studierenden auf gestreamte Mitschnitte von Veranstaltungen der Hagener Medienuniversität steigen zum Teil sehr schnell. In Zukunft wird die Arbeit von der Aufnahmevorbereitung über die Live-Übertragung bis hin zum Einstellen der Dateien ins Internet in einem neuen Medienraum geleistet. Hierfür wird die frühere Cafeteria der FernUniversität umgebaut, die durch den Mensa-Neubau frei wurde. Und professionelle Bedingungen für Tonaufnahmen wird bald das neue Tonstudio bieten.
Vor allem ging es zunächst darum, allen Beteiligten die Prüfung zu erleichtern und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Dementsprechend wurde der Raum funktionell gestaltet, aber auch beinahe persönlich eingerichtet. Eine Internet-basierte Technologie ermöglicht die gemeinsame (hand-)schriftliche Arbeit an Dokumenten während der Prüfung. Mit einem Pen-fähigen Laptop oder einem Tableau können Prüfende handschriftlich Grafiken oder Formeln entwickeln und dabei Student oder Studentin aktiv mitwirken lassen: Die Prüfenden können schreiben, zeichnen und sogar vorbereitete Dateien benutzen – mit einem Minimum an Aufwand kann ein Maximum an Stoff geprüft werden. Dass es dabei am anderen Ende der Leitung mit „rechten Dingen“ zugeht zeigt ja der zweite Monitor der Videokonferenzanlage. Die beiden Technologien ergänzen sich optimal, der Internet-Zeitverzug von bis zu einer halben Sekunde spielt keine Rolle.
Prüfungen in dem neuen Raum finden in einer Atmosphäre statt, die sich kaum noch von der einer Präsenzprüfung unterscheidet. Fast gemütlich wirkt der vorwiegend in blauen Tönen gehaltene Raum. Für optimale Ausleuchtungen sind die diversen Lampen und Strahler höchst flexibel einstellbar. So ist es immer hell, aber nicht grell. Außer den beiden Monitoren – einer für das Bild der Studierenden, einer für die Selbstkontrolle der Prüfenden – gibt es nur noch einen sichelförmigen Arbeitstisch. Die Kameras stehen als winzige Kästchen auf den beiden Monitoren.
Im hinteren Bereich dieses „Studios mit Wohlfühlatmosphäre“ steht eine weitere Sitzgruppe für Videokonferenzen. Denn es können generell Videokonferenzen, z. B. mit Wissenschaftlern anderer Hochschulen, durchgeführt werden. Weltweit.
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