Der rechtwissenschaftliche Studiengang Master of Laws (LL.M.) der FernUniversität in Hagen hat von der Agentur AQAS die Akkreditierung erhalten. Der Studiengang hat damit das wissenschaftliche Gütesiegel des Akkreditierungsrates. Dieses Gremium prüft im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen die wissenschaftliche Qualität, die Art der Betreuung, Studierbarkeit und die Berufsperspektiven von Studiengängen. Mit dem Qualitätssiegel der Agentur hat die FernUniversität jetzt die Einschreibung in den neu entwickelten Studiengang gestartet.
Der Master of Laws ist ein neuartiger Studiengang, der wissenschaftlich anspruchsvoll durch Grundlegung und Vertiefung für die berufliche Praxis ausbilden will. Er richtet sich an die Absolventinnen und Absolventen eines Bachelor of Laws (LL.B.) oder des Ersten juristischen Staatsexamens, wenn dies mit dem Hagener LL.B. vergleichbar ist. Mit dem LL.M. der FernUniversität in Hagen erhalten Studierende eine Perspektive für alle konstruktiven juristischen Aufgaben in der Wirtschaft, Kultur und Verwaltung. Abgesehen von den Justizberufen (Richter, Staatsanwalt oder Anwalt) ist er das passgenaue Studium für alle, die in Unternehmen, in Städten oder staatlichen Behörden, Verbänden oder Versicherungen juristische Fragen bearbeiten. Der Studiengang eröffnet die Möglichkeit zur Promotion. Inhaltlich schließt er sich an den wirtschaftlich orientierten Bachelor of Laws an.
Den Teilnehmern des LL.M. steht mit Einschränkungen auch das LL.B.-Programm offen. Dieses umfasst Fächer wie Vertragsgestaltung, Verhandeln, Rhetorik oder Mediation, betriebswirtschaftliche, steuerliche und buchhalterische Module, Kurse im Europarecht und im Internationalen Privatrecht.
Die Regelstudienzeit im LL.M. beträgt drei Semester im Vollzeitstudium bzw. sechs Semester im Teilzeitstudium. Die Studierenden bearbeiten insgesamt acht Module. Zu den Pflichtmodulen gehören Zivilrecht, Öffentliches Recht, Strafrecht oder Verfahrensrecht, im Wahlbereich können die Studierenden unter anderem mit den Themen Wirtschaftsverwaltung, kollektives Arbeitsrecht, Makroökonomik oder Finanzwirtschaft Schwerpunkte setzen. Für die wirtschaftlichen Studieninhalte kooperiert die Rechtswissenschaftliche Fakultät mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.
Die Agentur AQAS beurteilt dieses Konzept als „bislang einzigartigen Versuch, breites juristisches Wissen in neuen Studienstrukturen zu vermitteln“. Sie hat mit ihrer Akkreditierung einige hilfreiche Empfehlungen und Auflagen verbunden. Beispielsweise sind Modulbeschreibungen konkreter zu formulieren; dem wird die Fakultät zügig nachkommen. Damit spricht sie schon zum Sommersemester 2007 alle Interessierten an, die sich nach einem rechtswissenschaftlichen Abschluss – und vielleicht einigen Berufsjahren – neue akademische und berufliche Perspektiven erarbeiten wollen.
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FernUniversität in Hagen
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Ute Altenbrandt
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