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Immer die Verantwortung als Wissenschaftler im Auge behalten

FernUni-Prof. Firoz Kaderali zum 65. Geburtstag mit Kolloquium geehrt

Ein besonderes Geschenk erhielt Prof. Dr.-Ing. Firoz Kaderali zu seinem 65. Geburtstag: Die Fakultät für Mathematik und Informatik hatte zusammen mit der Evangelischen Akademie Iserlohn ein zweitätiges wissenschaftliches Kolloquium in der frisch renovierten und erweiterten Evangelischen Tagungsstätte Haus Villigst in Schwerte organisiert.

Prof. Dr.-Ing. Firoz Kaderali

Der Leiter des Lehrgebiets Kommunikationssysteme ist einer der renommiertesten Experten für Datenschutz und Datensicherheit in Kommunikationsnetzen sowie für den Einsatz von Neuen Medien in der Lehre. In der FernUniversität in Hagen war Kaderali einer der Wegbereiter des Lehren und Lernens mit Neuen Medien und modernsten Informations- und Kommunikationstechnologien. Darüber hinaus befasst sich Kaderali mit den vielfältigen Auswirkungen und Wechselbeziehungen der Neuen Medien. Daher standen vielfältige technische und gesellschaftliche Aspekte der Informations- und Kommunikationstechnik im Mittelpunkt. Die Schwerpunkte der Tagung „Auf dem Weg in eine technisierte Gesellschaft? Globalisierung und Informationsgesellschaft – Gewinner und Verlierer“ bildeten die Themen „Neue Entwicklungen der IuK-Technologien und deren gesellschaftliche Folgen“, „Informationssicherheit“ sowie „Lernen mit neuen Medien“. Wie bereits die Tagungen zu gleichen Themen anlässlich des 50. und des 60. Geburtstages von Prof. Kaderali stand die Veranstaltung gleichermaßen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wie interessierten Bürgerinnen und Bürger offen.

Am 1. April 1986 war Dr.-Ing. Firoz Kaderali, der 1963 zu Studium und Promotion aus seiner Heimatstadt Dar es Salaam nach Deutschland kam, nach Hagen berufen worden. Bereits ein Jahr später wurde er von der Landesregierung als Berater für den Bereich Telekommunikation in Anspruch genommen. So leitete er die Projektträgerschaft Teletech NRW (aus der die Landesinitiative Media NRW wurde) und war Mitglied der ISDN-Forschungskommission des Landes.

In den folgenden Jahren erhielt er immer weitere Aufgaben in diesem innovativen Feld. Hier sind vor allem seine führenden Rollen im NRW-Forschungsverbund Datensicherheit und in der Initiative CampusSource zu nennen. Das von ihm zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft gegründete Forschungsinstitut für Telekommunikation (FTK) als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis ist eines der ersten und erfolgreichsten An-Institute der FernUniversität.

Der Rektor der FernUniversität in Hagen, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, dankte seinem Kollegen für die großen Verdienste: „Sie haben sich von Anfang an mit den Besonderheiten der FernUniversität und den Vorteilen des Fernstudiums identifiziert.“ Dabei spielten die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien schon frühzeitig „die Schlüsselrolle“. Zudem sei er ein „herausragender Repräsentant der FernUniversität in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, z. B. als Vorsitzender von CampusSource und in der wissenschaftlichen Leitung von CampusContend.

Ehefrau Hilde und die Kinder Yasmin und Lars sind sich nicht sicher, ob Firoz Kaderali demnächst mehr zu Hause sein wird...

Auch Prof. Hoyer ging auf die Fragestellung des Kolloquiums ein: „Die FernUniversität ist klarer Gewinner der modernen Kommunikationsgesellschaft.“ Die Frage, ob sie deren Technologien einsetze, stellte sich für sie nicht. Wohl aber die Frage, in welcher Form und in welchem Maß. So habe sie frühzeitig den Bedarf in Lehre, Forschung und Verwaltung erkannt und daran gearbeitet. Und dabei war Kaderalis Entwicklung „ET-Online“ von 1995 eine der wichtigsten Grundlagen.

Mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“ war Prodekanin Prof. Dr. Luise Unger als Vertreterin der Fakultät für Mathematik und Informatik gekommen. Mit Prof. Kaderali werde eine Persönlichkeit die FernUniversität verlassen, die nicht zu ersetzen sei. Immer sei er seiner Verantwortung als Wissenschaftler gerecht geworden und habe die Technikfolgen im Auge behalten.

Firoz Kaderali im Kreis seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch ehemaligen
Gerd Dapprich | 04.12.2007
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