Sechs Monate – die sollten doch locker reichen, um sich auf die nächste Prüfung vorzubereiten. Außerdem gibt es so viele andere Dinge, die man tun kann oder auch tun muss: Der Vollzeitjob frisst in der Woche 40 Stunden. Zuhause wartet die Familie, mit den Freunden möchte man sich auch mal wieder treffen und außerdem kommt heute etwas Gutes im Fernsehen. „Doch ganz plötzlich ist dann schon Hochsommer oder Weihnachten und die große Panik bricht aus. Daher freut es mich, dass ihr euch dem Thema Zeitmanagement widmen möchtet“, schreibt Fernstudentin Yvonne in ihrer Mail an Studis4Studis.
80 Prozent der Studierenden an der FernUniversität in Hagen sind berufstätig. Ohne ein passendes Zeitmanagement ist es kaum möglich Fernstudium und Job in Einklang zu bringen. In der aktuellen Ausgabe der Artikelreihe Studis4Studis geben Fernstudierende Tipps, was ihnen hilft, ihre Zeit zu managen. Sie erklären aber auch, was zu Problemen führen kann. Und wie in den Mails deutlich wird, gibt es die besonders zu Anfang des Fernstudiums:
„Gerade im ersten Semester hatte ich arge Probleme, meine Zeit einzuteilen und dann auch die Zeit wirklich zu nutzen. Im Laufe des Studiums bekommt man aber ein Feeling dafür, was, wann und wie viel man pro Tag oder Woche schaffen muss“, weiß Matthias zu berichten. Zu Beginn des Studiums müsse jeder für sich herausfinden, welche Tagesplanung für ihn am effektivsten ist. FernUni-Student Frank N. steht beispielsweise um drei Uhr morgens auf, um bis sieben Uhr zu lernen. Danach geht er bis 17 Uhr arbeiten. „So habe ich den Kopf zum Lernen frei und kann mich unbekümmert um die Uni kümmern.“ Für andere ist es besser abends nach der Arbeit zu lernen. Eine Fernstudentin nutzt die Zeit in der S-Bahn, um sich Vorlesungen über ihren MP3-Player anzuhören.
Ein Lernplan hilft, den Überblick zu behalten
Die meisten Teilnehmenden an Studis4Studis sind sich in einem Punkt einig: Zu einem erfolgreichen Zeitmanagement gehört ein Zeitplan. „Ein Zeitplan hat den Vorteil, dass er als eine Art Lernkontrolle dient“, schreibt Alicia in ihrem Blog. Fernstudent Frank S. lernt nach der Divise „divide et impare“ (teile und herrsche). Zu Beginn jedes Semesters schafft er sich einen Überblick über das neue Pensum und die Abgabetermine. Dann teilt er den Stoff in übersichtliche Einheiten. „So beginnt jedes Lernen mit dem guten Gefühl zu wissen, wo man steht.“ Die Zeitplanung darf jedoch nicht zu knapp sein und braucht Platz für Unvorhergesehenes. Wichtig sind auch Pausen ohne schlechtes Gewissen.
Eine Teilnehmerin an Studis4Studis konnte Zeit sparen, indem sie ihre Lerntechnik optimiert hat. Sie liest auf dem Weg zur Arbeit und schreibt abends die entsprechenden Zusammenfassungen. Kathrin, die sich auf der Facebook-Seite der FernUniversität zum Thema Zeitmanagement geäußert hat, hilft es, in allen Lebenslagen lernen zu können. Auf dem Spielplatz, abends oder während ihre kleine Tochter im Planschbecken sitzt. „Das trainiert meine Multitasking-Fähigkeit sehr intensiv, aber es klappt.“ Fernstudent Rainer löst Zeitprobleme auf eine ganz besondere Art: „Ich bemühe mich, Kurse und Seminararbeiten so zu wählen, dass sie gut zu meinen beruflichen Aufgaben passen.“ Durch diese günstige Konstellation kann der Informatikstudent auch während der Arbeitszeit für sein Studium lernen. Eine individuelle, aber effektive Strategie, um die sechs Monate bis zur nächsten Prüfung gut zu nutzen.
Zum Thema „Zeitmanagement im Fernstudium“ bietet die FernUni übrigens regelmäßig Veranstaltungen in ihren Regional- und Studienzentren an.
Nächstes Thema bei Studis4Studis
Vielen Dank für die zahlreichen Beiträge zum Thema Zeitmanagement. Die Reihe Studis4Studis mit Tipps und Erfahrungen von Studierenden für Studierende soll weitergehen. Nächstes Thema: „Lernblockade. Keine Lust, was dann?“ Was sind typische „Keine-Lust-Situationen“? Was sind erste Anzeichen? Was kann ich dagegen tun?
Wir freuen uns auf Ihre Mails an studis4studis@fernuni-hagen.de. Auch für weitere Themenvorschläge sind wir dankbar.
Im ersten Artikel der Reihe Studis4Studis ging es um Prüfungsangst.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de