Exkursionen

Exkursion nach Warschau: "Eine Gesellschaft legt Zeugnis ab - Lebensgeschichtliches Erzählen und zivilgesellschaftliches Archivieren in der Republik Polen"

Vom 4. Bis 9. Juli 2023 veranstaltete das Lehrgebiet Public History in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte und Biografie der Fernuniversität in Hagen, der Historischen Fakultät der Universität Warschau und dem Institut für Soziologie und Philosophie der Polnischen Akademie der Wissenschaften eine Exkursion nach Warschau.

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Unter dem Titel „Eine Gesellschaft legt Zeugnis ab“ beschäftigte sich die Exkursion inhaltlich mit lebensgeschichtlichem Erzählen und zivilgesellschaftliche Archivieren in der Republik Polen.

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„Neue Menschen“ in neuen Städten und Dörfern. ´Social Engineering` in der ´Ära Ulbricht`.

PV und Exkursion am 25. -28.06.2015, neue Bundesländer. (alle Studierenden)

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Das Ideal des „neuen Menschen“ stellte ein bedeutendes Leitbild der SED-Politik in der „Ära Ulbricht“ dar. Neu errichtete und gänzlich umgestaltete Dörfer und Städte sollten den geeigneten Rahmen für die geforderte Formung „allseits gebildeter, charakterfester und körperlich gestählter“, dem Aufbau des Sozialismus und dem sozialistischen Gemeinschaftsleben zugewandter Persönlichkeiten bieten. Mit Leipzig, Hoyerswerda, Bad Schlema und Torgau wurden wir im Rahmen der Exkursion vier Orte aufgesucht, denen in diesem Sinne im sächsisch-thüringischen Raum eine wichtige Vorbildrolle zugedacht war. Dabei wurden nicht nur die Planungen und deren bauliche Realisierung, sondern auch die Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort studiert.

 

Auf den Spuren der sozialistischen Menschengemeinschaft

Im Juni 2013 führte das Team des IGBs eine Exkursion durch die ehemalige DDR durch.

Ein Bericht zum Download in der FernUniperspektive (PDF 1 MB), Ausgabe 46, S. 13

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Eine Woche lang waren 22 Fern-Uni-Studierende im Juni 2013 in der ehemaligen DDR unterwegs.

Gemessen an ihren ungünstigen Entstehungs- und Existenzbedingungen (Reparationen, gesamtdeutsche Zielorientierung der Sowjetunion, Nichtanerkennungs­problematik, Bundesrepublik als Konkurrent und Gegner, Anziehungskraft des Westens, etc.) stellt sich die Frage nach der „rätselhaften Stabilität der DDR“. Sie kann nur teilweise unter dem Gesichtspunkt der Diktatur und der Abhängigkeit vom „großen Bruder“ Sowjetunion beantwortet werden.
Die SED verwendete große Sorgfalt auf die Legitimierung ihrer Herrschaft durch weltanschauliche und politische Überzeugungsarbeit einschließlich der Etablierung scheindemokratischer Strukturen. Große Bedeutung hatte die Initiierung und Förderung umfassender Vergesellschaftungs- und Vergemeinschaftungsprozesse unter realsozialistischem Vorzeichen. Den dabei verzeichneten Fortschritt, aber auch die Besonderheiten der Entwicklung der DDR brachte Walter Ulbricht in den sechziger Jahren auf die Formel der „sozialistischen Menschengemeinschaft“. Zu Zeiten Erich Honeckers wurde dann von einer entwickelten sozialistischen Gemeinschaft mit eigenständiger Nationalität ausgegangen.
Ob und inwieweit die o.g. Legitimierungsmaßnahmen des SED-Regimes erfolgreich waren, ist in der Forschung umstritten. Befragungen und Meinungsäußerungen vieler ehemaliger DDR-Bürger sprechen aber zumindest dafür, dass sich das Leben der Bevölkerungsmehrheit in einem komplexen Geflecht von Repression und Anziehung abspielte. Diesem Spannungsfeld sollte im Rahmen unserer Exkursion nachgespürt werden, und zwar durch
  • den Besuch der ehemals „sozialistischen Städte“ Eisenhüttenstadt („Stalinstadt“) und Chemnitz (ehemals „Karl-Marx-Stadt“);
  • den Besuch des sozialistischen "Musterdorfes" Mestlin;
  • der Besichtigung der Stalinallee in Berlin;
  • den Besuch von „DDR-Museen“;
  • den Besuch von Betrieben , Schulen und Freizeitstätten im Erzgebirge;
  • den Besuch des doppelten Erinnerungsorts Buchenwald;
  • den thüringischen Orten Bad Frankenhausen, Mühlhausen und Allstedt;
  • die Befassung mit Literatur, Kunst und Architektur der DDR,
  • Gespräche und Interviews mit Zeitzeugen
10.05.2024